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Das geheime Zeichen

Laura entdeckt beim Autowaschen einen Fisch auf dem Kofferraum

Warum ein Fisch das Zeichen der Christen ist

Lauras Papa putzt das Auto. Seine Tochter und Lukas helfen. "Warum klebt auf der Heckscheibe eigentlich ein Fisch?", fragt Lukas. Lauras Papa antwortet: "Der Fisch-Aufkleber bedeutet: Wir gehören zu Jesus und sind mit ihm unterwegs." "Das ist ja komisch!", lacht Laura. "Was hat Jesus denn mit einem Fisch zu tun?" Ihr Papa erklärt: "Der Fisch ist ein wichtiges Symbol. Für die ersten Christen war er ein Geheimzeichen, an dem sie sich gegenseitig erkannten. Es war nämlich im römischen Reich nicht leicht, sich öffentlich zum Christentum zu bekennen. Die Christen wurden verfolgt, weil sie den Kaiser nicht als Gott anerkannten." "Da gab es einen ganz bösen Kaiser. Ich glaube er hieß Nero", sagt Lukas. "Ja, der war wirklich ein sehr grausamer Herrscher", sagt Lauras Papa. "Er beschuldige die Christen im Jahr 64, Rom in Brand gesteckt zu haben. Dabei hatte er selber das Feuer gelegt. Er suchte nur nach einer Gelegenheit, das Volk gegen die Christen aufzuhetzen."

Die Christen wurden verfolgt

"Was passierte denn dann mit den Christen?", möchte Laura wissen. Ihr Papa erzählt weiter: "Nach dem Brand begann eine schlimme Verfolgung. Unzählige Christen wurden grausam ermordet. Noch zwei Jahrhunderte später waren sie im Römischen Reich nicht sicher. Immer noch war es gefährlich, sich zum Christentum zu bekennen. Die Menschen mussten aufpassen, um sich und andere nicht zu verraten und an die Herrschenden auszuliefern." "Deshalb dachten sie sich also ein Geheimzeichen aus", vermutet Lukas richtig. "Aber warum denn ausgerechnet einen Fisch?" "Ganz einfach", erklärt Lauras Papa. "Die Anfangsbuchstaben dieses Wortes ergaben in der griechischen Sprache nämlich folgende Worte: Jesus Christus Gottes Sohn Erlöser." "Da hatten die Christen ja wirklich eine super Idee!", meint Lukas. "Weißt du noch mehr über das Geheimzeichen der Christen?", fragt Laura ihren Papa. Er überlegt eine Weile und sagt dann: "Ja, über das Geheimzeichen gibt es eine alte Geschichte." Und er beginnt zu erzählen:

Benjamin sucht Lukas

In einem Dorf in der Nähe Jerusalems lebten Benjamin und sein Onkel David. Eines Tages bat David seinen Neffen: "Bitte geh ins Nachbardorf und überbringe meinem Freund Lukas einen Brief. Es ist sehr dringend. Denn ich möchte ihn vor den römischen Soldaten warnen. Sie verfolgen alle, die sich zu Jesus bekennen. Ich möchte, dass er aufpasst und nur auf die Straße geht, wenn keine Soldaten in der Nähe sind." Der Onkel erklärte Benjamin den Weg und beschrieb das Haus seines Freundes. Benjamin nahm den Brief und lief ins nächste Dorf. Doch kaum sah er die ersten Häuser, da hörte er auch schon das laute Grölen der Soldaten. Voller Angst schlich Benjamin weiter. Da sah er das Haus, das sein Onkel ihm beschrieben hatte. Doch auch hier grölten Soldaten. Benjamin lief schnell fort. Erschöpft setzte er sich an den Wegrand, hob ein Stöckchen auf und malte einen Fisch in den Sand. Sein Onkel hatte ihm nämlich erzählt, dass dies das Geheimzeichen der Christen sei. Einige Zeit später bemerkte Benjamin, dass jemand hinter ihm stand. Er hatte Angst. Doch der Fremde sagte freundlich: "Du musst ein Christ sein - genau wie ich. Denn du hast unser Geheimzeichen in den Sand gemalt." Benjamin war erleichtert. Er erzählte dem Fremden, dass er zu Lukas wolle, um ihm einen Brief seines Onkels David zu übergeben. Da lachte der Mann: "Den Brief kannst du mir geben. Ich bin Lukas." "Dann hat der Fisch uns zusammengebracht", freute sich Benjamin.

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