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Niels-Stensen-Haus

Vom historischen Burgstall zum Gemeindehaus

Kleine Chronik des Niels-Stensen-Hauses

Der Burgstall in Vörden, der nach umfassenden Renovierungsarbeiten 1995 seiner neuen Bestimmung übergeben wurde, ist heute der einzig erhaltene Teil der alten bischöflichen Burg. Anders als die übrigen Gebäude blieb er nicht nur vom Abriß verschont, auch seine ursprüngliche Bausubstanz überstand die Jahrhunderte ohne grundlegende Veränderungen. Unter seinem neuen Namen Niels-Stensen-Haus steht das geschichtsträchtige Bauwerk nun für neue Aufgaben bereit. Unsere kleine Chronik dokumentiert seinen Werdegang durch die Jahrhunderte.

1370 Die bischöfliche Stiftsburg wird erstmals urkundlich erwähnt. Als jüngste der Stiftsburgen im Bistum Osnabrück war sie zur Sicherung der 1081 von Bischof Benno II. geschaffenen Verbindung Osnabrück-Bremen angelegt worden.

1387 Bischof Dietrich von Horne, der Vörden elf Jahre zuvor von den Tecklenburgern zurückerobert hat, gewährt den Bewohnern persönliche Freiheiten: Sie dürfen Land roden, erhalten für einige Jahre Steuerfreiheit und die Pfarrechte für die bereits bestehende Kapelle. Die Nachfolger des Bischofs bauen die Burg weiter aus: Im Verlauf des 15.Jahrhunderts werden ein Herrenhaus und weitere Gebäude errichtet, die Befestigungen verstärkt.

1643 In der Endphase des 30jährigen Kriegs erlebt die Stiftsburg ihre Glanzzeit: Graf Gustav von Wasaburg, Sohn des legendären Schweden-Königs Gustav-Adolf, verlegt für die nächsten neun Jahre seine Residenz von Osnabrück nach Vörden und läßt die inzwischen fast 300 Jahre alte Befestigung ausbauen.

1661 Ein Stahlstich, von Johann Kraft zu Iburg angefertigt, zeigt die Anlage bis ins Detail genau: Drei massive, rechtwinklig zueinander angeordnete Flügel gruppieren sich zusammen mit einem imposanten Torbau um einen Innenhof. Der rechte Flügel ist der bis heute erhaltene Burgstall.

um 1720 Der Hauptflügel wird abgebrochen und neu errichtet. Da der Burgstall nicht mit den übrigen Gebäuden verbunden ist, bleibt er vom Abbruch unbehelligt. Der Burgstall selbst wurde vermutlich insgesamt fünfmal umgebaut, zuletzt in den 1920er Jahren.

1842 Die Burg wird, wie die Kirche und 80 Wohnhäuser, durch einen Brand zerstört. Der Gebäudekomplex, der zuvor als Amtshaus sowie als Wohnung für den Leiter der Forstinspektion gedient hat, wird später von der katholischen Pfarrgemeinde gekauft und als Pfarrhaus eingerichtet.

1858 wird die neue katholische Pfarrkirche St. Paulus geweiht. Sie steht auf einem Teil der alten Burganlage.

1920-74 Seit 1920 als Kirchengemeindesaal genutzt, wurde der Burgstall später 1974 von Jugendgruppen und für kulturelle Veranstaltungen verwendet.

1974-93 Der Burgstall dient keiner Verwendung, sondern lediglich als Abstellraum. Er wird durch die Denkmalschutzbehörden als schützenswertes Gebäude anerkannt und in die Liste der erhaltenswerten Bauten aufgenommen.

1993-95 Umbau- und Renovierungsphase

23.7.1995 Einweihung des Gebäudes, das von der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden mit rund 1,6 Mio. DM incl. 300.000 DM Fördermittel vom Amt für Agrarstruktur und einem Zuschuß von 50.000 DM vom Bischöflichen Generalvikariat Osnabrück finanziert wurde. Es trägt den Namen von Niels Stensen, einem dänischen Arzt und Naturforscher, der später Priester und Bischof wurde und im Jahre 1683 in Schwerin starb.

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